AllesBier.Com - Das ABC rund um`s Bier

 

Bier-Geschichte:
 

.) Bier in der Antike:

Bier ist eines der ältesten Erzeugnisse. Seinen Ursprung soll es in Palästina um 8.000 v. Chr. haben -  demnach wäre das Bier schon ca. 10.000 Jahre alt!

Bier erhielt man ursprünglich, indem man Gerstenbrot in Wasser einweichte. Die Sumerer verarbeiteten Getreidekörner, weichten sie in Wasser ein und erreichten dadurch den Gärungsprozess. Im Pariser Louvre ist übrigens das "Monument bleu" (6000 v. Chr.) zu sehen, welches in Bildern die Sumerer bei der Bier-Herstellung zeigt.
Mittlerweile weiß man auch, wie das Bier der Sumerer beschaffen war. Die Männer tranken herbes Bier aus Gerste und die Damen den "Emmer", eine Weizenart ähnlich dem Dinkel. Dem Emmer mengten die Sumerer auch noch Honig und Zimt bei.
Es sei noch erwähnt, dass in Mesopotamien (dem Land in dem Milch und Honig fließt) oft die Hälfte der Getreideernte dazu benutzt wurde um daraus Bier zu brauen!

Die Babylonier erweiterten die Bierproduktion um noch mindestens 30 weitere verschiedene Biersorten. König Hammurabi erließ unter anderem auch ein Gesetz für das Braugewerbe mit insgesamt 320 Paragraphen! Es enthielt Vorschriften zur Preisgestaltung, dem Brauwesen und für Hersteller von "wässrigem Bier" den Tod durch Ersäufen im eigenen Gebräu vor!!

Von den Babyloniern kam das Bier schließlich zu den Ägyptern. Archäologische Funde wie Skulpturen und Gemälde liefern zahlreiche Hinweise auf die große Bedeutung des Biers im Land der Pharaonen. Zuerst diente Bier in Ägypten ausschließlich als Opfergabe. Schließlich errichteten die Ägypter sogar Staatsbrauereien, da man Bier zum Monopol erklärte. Pharao Ramses II., der auch den Namen "Braupharao" hatte, erließ strenge Vorschriften, ähnlich den Gesetzen Hammurabis.

Um ca. 5000 v. Chr. gelangte das Bier schließlich nach Europa. Sowohl die Römer, als auch die Griechen kamen auf dessen Geschmack. Auch die Gallier schätzten zu dieser Zeit das Bier. Vom Eroberer Cäsar wollten sie sich auf keinen Fall das köstliche Getränk verbieten lassen... Die Frauen der Gallier stellten den Gerstensaft zu Hause her. Sie ersetzten die Holzfässer durch Tonbehälter und nannten das Malz "Brace", welches den heutigen Wörtern "Brauer", "Brauerei", usw. zugrunde liegt.






.) Bier im Mittelalter:

Im 14. und 15. Jahrhundert wurden mehr und mehr Brauerein gegründet und Bier wurde zum Getränk des Volkes. Sehr oft wurde auch empfohlen besser Bier als Wasser zu trinken, da durch die Bier-Herstellung viele Keime abgetötet wurden. Wasser war zu diesen Zeiten oft verseucht, Pest und Cholera allgegenwärtig, jedoch war Bier ein "keimfreies" Getränk und daher zu diesen Zeiten sehr beliebt.






.) Bier in der Zeit vom Mittelalter bis zum 2. Weltkrieg:

Im 17. Jahrhundert tauchten in Europa zahlreiche unterschiedliche Biere auf. Sie zeichneten sich durch die verwendeten Zutaten, als auch durch die Qualität des Brauchwassers aus. Allerdings gab es noch keine Konservierungsverfahren.

Die Entdeckungen von Louis Pasteur am Ende des 19. Jahrhunderts verliehen den Brauereien durch die "Pasteurisierung" wieder neuen Auftrieb. Hefe konnte durch die Pasteurisierung länger haltbar gemacht werden und führte zu besserer Bierqualität, sowohl auf den Geschmack, als auch auf die Haltbarkeit bezogen.

Nach dem 1. Weltkrieg ging die Anzahl der Brauereien sehr zurück. Weil sowohl qualifizierte Facharbeiter, als auch die Zutaten für die Bier-Herstellung fehlten, wurde die Produktion von Bier immer schwieriger. Brauereien, die ihren Betrieb wieder aufnahmen, mussten auf Maschinenbetrieb umstellen. In den 30er Jahren verschlimmerte sich die Lage immer mehr und während des 2. Weltkriegs sank die Zahl der Brauereien noch mehr.




 

.) Bier ab dem 2. Weltkrieg bis heute:

Nach dem 2. Weltkrieg wurde langsam die Bierproduktion wieder aufgenommen. Dies war auch der Beginn vieler neuer technischer Errungenschaften:

.) Massenfilter ersetzten die alten Kieselgur- und Schichtenfilter.
.) Aluminium- und Edelstahlfässer ersetzten die alten Holzfässer.
.) Einzug der Bügelverschlußflasche zusätzlich zum altbewährten Kronenkorken.
.) Zylinderkonische Gärtanks statt althergebrachter Gär-Verfahren.
.) Brauereien setzen auf vollautomatische, computergesteuerte Produktionsstätten mit Blockregallagern und Fuhrparklogistik.


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